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» HomeVeranstaltungen / AngeboteGeschichte : Gesellschaft

Montag, 14. Mai 2018 - 15:00 Uhr
Altensteig, Kath. Gemeindehaus, Karlstraße 13
Württemberg unter dem Hakenkreuz - Machtergreifung und NS-Staat in Württemberg
Ein „mildes“ politisches Klima habe hier geherrscht, so ein lange Zeit gängiges Urteil über die politische Kultur Württembergs. Insbesondere in Württemberg kann die NSDAP anfänglich nur schlechte Wahlergebnisse bei den Reichstagswahlen erzielen. Protestantisch, mittelständisch und stark landwirtschaftlich geprägte Regionen gelten eigentlich als erfolgsversprechend für die NSDAP. Aber Württemberg ist seit jeher „etwas anders“.
Wie sah die politische Kultur des Landes unter dem Hakenkreuz aus? Welche regionalen Besonderheiten im Parteiensystem und unter der Regierung von Staatspräsident Eugen Bolz gab es? Wie setzten die Nationalsozialisten ihren Machtanspruch auch auf kommunaler Ebene durch? Der Referent stellt neue Forschungsergebnisse vor.
Referent: Prof. Dr. Reinhold Weber, Landeszentrale für politische Bildung Baden- Württemberg (LpB)
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € (incl. Kaffee und Gebäck)
Veranstalter: Montagsakademie Altensteig

Mittwoch, 6. Juni 2018 - 19:30 Uhr
Calw-Hirsau, St. Aurelius
Dialog in St. Aurelius: Football Leaks – Die schmutzigen Geschäfte im Profifußball
Dass es in der Welt des Fußballs immer weniger um den Sport und immer mehr um schmutzige Geschäfte geht, ahnen die Fans nicht erst seit den Skandalen um die Fifa und die vermeintlich gekaufte WM 2006 in Deutschland. Die „Football Leaks“ bieten erstmals tiefe Einblicke in die Schattenwelt dieser Branche. Ein junger Whistleblower, der sich „John“ nennt, hat dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL mehr als 20 Millionen Dokumente übergeben. Die Verträge, Vereinbarungen und Absprachen zeigen, dass für die Akteure im Profifußball Moral und Gesetz kaum Gültigkeit zu haben scheinen – weder für Vereine, Spieler und Manager noch für die mächtigen, im Hintergrund agierenden Spielerberater.
„Football Leaks“ ist das größte Datenleck der Sportgeschichte, seit mehr als zwei Jahren erschüttern immer neue Veröffentlichungen die Fußballwelt. Es geht um unkontrollierte Geldströme, um Spieler, die zu reiner Ware werden, um intransparente Firmengeflechte, deren einziges Ziel darin besteht, aus Bruttozahlungen größtmögliche Nettobeträge zu erzielen. Der SPIEGEL-Redakteur Michael Wulzinger, der mit seinem Kollegen Rafael Buschmann die wichtigsten „Football Leaks“-Enthüllungen in einem Buch zusammengefasst hat, wird wenige Tage vor Beginn der Fußball-WM in Russland einen Einblick hinter die Kulissen einer schillernden und enthemmten Branche geben.
Michael Wulzinger, dessen Vater das Forum St. Aurelius mit gegründet hat, ist seit 1997 als Redakteur beim SPIEGEL in Hamburg tätig und war dort bis 2016 Ressortleiter für den Sport, heute für das Ressort „Deutschland“. Das Buch „Football Leaks“ ist im Mai 2017 im Spiegelverlag erschienen - mittlerweile schon in 6. Auflage!
Referent: Michael Wulzinger, Spiegel, Hamburg
Teilnehmerbeitrag: Wir bitten um eine großzügige Spende! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstalter: Katholische Kirchengemeinde Bad Liebenzell-Hirsau und Forum Aurelius

Montag, 11. Juni 2018 - 15:00 Uhr
Altensteig, Kath. Gemeindehaus, Karlstraße 13
„Wo wir den Geist des Antichristentums verspüren, da sind wir nicht dabei“ - Bischof Joannes Baptista Sproll und der Nationalsozialismus
Der Rottenburger Bischof Joannes Baptista Sproll war einer der profiliertesten Gegner des Nationalsozialismus im deutschen Katholizismus. Seine Proteste und Predigten führten 1938 zur Ausweisung aus seinem Bistum. Welche Umstände formten den Charakter des Mannes, der sich in diesem Konflikt bewährte? Welche Ereignisse führten zu der aufsehenerregenden Eskalation, die den Rottenburger Oberhirten von seinen Amtsbrüdern unterscheidet?
Der Referent ist Historiker an der Universität Tübingen und erforscht seit einigen Jahren die Geschichte des deutschen Katholizismus. Er hat Studien zur badischen Zentrumspartei und zur Kirchengeschichte Bayerns veröffentlicht. Derzeit forscht er zur Entwicklung der Diözese Rottenburg in der Zeit zwischen 1870 und 1950.
Referent: Dr. Jürgen Schmiesing Tübingen
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € (incl. Kaffee und Gebäck)
Veranstalter: Montagsakademie Altensteig

Mittwoch, 13. Juni 2018 - 14:30 bis 17:00 Uhr
Calw, Haus der Kirche, Badstraße 27
Fortschritt durch Migration - Fremde in Württemberg vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert
Württemberg profitierte in seiner Geschichte immer wieder von Zu- und Einwanderung. Nach dem Dreißigjährigen Krieg trugen unter anderem Waldenser und Hugenotten zur Neuerschließung des Landes bei. Im 18. Jahrhundert waren italienische Baumeister und Kunsthandwerker am herzoglichen Hof tätig. Ebenfalls spielten Italiener eine wichtige Rolle beim Eisenbahnbau ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Vortrag skizziert diese Entwicklung und geht darauf ein, welchen Anteil der Raum Calw an ihr hatte. Behandelt werden etwa die Entstehung des Waldenserortes Neuhengstett und der Bau der Bahnlinie Stuttgart – Calw. Die Referentin promoviert derzeit über die Ausländerpolitik Württembergs zwischen 1871 und 1921.
Referentin: Michaela Couzinet-Weber, Historikerin, stellvertretende Leiterin des Stadtarchivs Herrenberg
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € (incl. Kaffee und Gebäck)
Veranstalter: Nachmittagsakademie Calw

Donnerstag, 14. Juni 2018 - 14:30 Uhr
Neuenbürg, Ev. Gemeindehaus am Schlossberg
Hospizarbeit in der Region - Wenn keine Heilung mehr möglich ist, kann noch viel getan werden
Menschen mit schweren Erkrankungen, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist, bedürfen einer palliativen Versorgung, bei der nicht mehr die Heilung und
Lebensverlängerung im Vordergrund steht, sondern der bestmögliche Erhalt der Lebensqualität, Nähe, Zuwendung und die Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen. Im Mittelpunkt steht der kranke Mensch mit seinen individuellen Wünschen und Bedürfnissen sowie seine Angehörigen und Nahestehenden. Oft besteht der Wunsch, bis zum Lebensende zu Hause oder im vertrauten Umfeld bleiben zu können. Dazu ist ein Versorgungsnetzwerk erforderlich, in dem alle in der Hospiz- und Palliativversorgung relevanten ambulanten und stationären Angebote sowie die verschiedenen Berufsgruppen eng zusammenarbeiten. Die Referentin berichtet über Angebote für sterbende Menschen in unserer Region und über ein entstehendes stationäres Hospiz.
Referentin: Barbara Fischer, Fachkraft für Palliative Care, Nagold
Teilnehmerbeit

Mittwoch, 04. Juli 2018 - 19:00 bis 21:00 Uhr
Stuttgart, Stadtmuseum im Wilhelmspalais
"Behandlung empfohlen" - Podiumsgespräch zur NS-Kinder-"Euthanasie" in Stuttgart und anderswo
Kinder-Euthanasie meint beschönigend die systematische Auswahl und Ermordung von Kindern mit (und auch ohne) Behinderungen und Missbildungen. Ab 1943 bis zum Kriegsende wurden auch in Stuttgart am Städtischen Klinikum behinderte oder missgebildete Kinder ermordet. Das Gesundheitsamt Stuttgart übernahm die Auswahl der zu tötenden Kinder wie die weitere Zuführung der Kinder zu den Vernichtungsanstalten.
Das Podiumsgespräch will verschiedene Aspekte dieser Verbrechen beleuchten. Neben dem Ablauf und der Organisation des systematischen Tötens in den sogenannten Kinderfachabteilungen werden auch die Besonderheiten in Stuttgart sowie die Rolle der Stadt Stuttgart und des Gesundheitsamtes beleuchtet, außerdem die Frage nach der Rolle kirchlicher Kinder- und Behinderteneinrichtungen und die Perspektive der Opfer und Angehörigen. Auch der Blick in die Gegenwart und Zukunft soll nicht fehlen.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Erinnerungswoche "Schlaf, Kindlein, schlaf!" zum Gedenken an die Ermordung behinderter Kinder während der NS-Zeit in der Stuttgarter Kinderklinik, aber auch zur Information über die Täter und deren Hintergründe.
Referenten: Dr. Karl-Horst Marquardt, bis 2011 Arzt im Gesundheitsamt Stuttgart - Prof. Maike Rotzoll, Fachärztin für Psychiatrie, Medizinhistorikerin - Dr. Hans-Werner Scheuing, Autor, Sonderschullehrer
Teilnehmerbeitrag: 8,00 €
Anmeldung und Information: Katholisches Bildungswerk Stuttgart, 0711 70 50 600, info@kbw-stuttgart.de

Mittwoch, 11. Juli 2018 - 14:30 bis 17:00 Uhr
Calw, Haus der Kirche, Badstraße 27
„Vergesst nie, dass auch euer Tun einmal Tradition wird.“ - Paul von Hindenburg und die Geschichte
Die Hindenburgstraße gilt Calwer Bürgern eher als ein Schleichweg. Ins Zentrum der Diskussion ist sie aber durch eine andere Fragestellung getreten: Darf man Personen, die den Nationalsozialismus ermöglicht und gefördert haben, mit einem Straßennamen ehren? Aber wer war dieser Hindenburg überhaupt? „Sieger von Tannenberg“ oder „Steigbügelhalter Hitlers“ - hinter diesen Schlagworten verbirgt sich die spannende Biografie von Paul von Hindenburg. Er war Generalfeldmarschall im Ersten Weltkrieg und hat als Reichspräsident Adolf Hitler 1933 zur Macht verholfen. Gemeinhin gilt diese Entscheidung des Reichspräsidenten als ein Zeichen von Alterssenilität und Fremdbestimmung. Aber war der Reichspräsident wirklich eine Marionette in den Händen seiner Berater?
Referent: Dr. Karl Mayer, Stadtarchivar, Calw
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € (incl. Kaffee und Gebäck)
Veranstalter: Nachmittagsakademie Calw